Guatemala | Nummer 559 – Januar 2021

ANTWORT DER GEMEINSCHAFT AUF DEN ABWESENDEN STAAT

Interview mit Nery Osorio über die Rolle der traditionellen Agrarökologie in Krisenzeiten

Seit Mitte November der Staatshaushalt für 2021 vorgestellt wurde, gibt es in Guatemala vehemente Proteste gegen die Regierung von Alejandro Giammattei. LN sprachen mit Nery Osorio, Koordinator der Bauernvereinigung Río Negro Trece de Marzo Maya Achí, über die Pandemie, Tropenstürme und die Korruption, die in der Regierung und den Eliten stark verwurzelt ist. Er berichtet, wie seine Gemeinde in Pacux, die vor mehr als 40 Jahren wegen des Baus des Wasserkraftwerks Chixoy im Departement Baja Verapaz gewaltsam vertrieben wurde, reagiert hat.

Von Interview und Übersetzung: Andrea Ruíz & Andreas Lo Grasso
Angestauter Frust “Schluss mit den staatlichen Plünderungen” hieß es schon 2015 auf De

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Haushaltsplan 2021 als Auslöser einer neuen Protestwelle

Mitte November kam es in Guatemala zu heftigen Protesten gegen den für 2021 geplanten Staatshaushalt. Am Rande friedlicher Proteste wurden Teile des Parlamentsgebäudes in Brand gesetzt. Der Haushaltsplan wurde zurückgezogen, doch die Proteste dauern an. Die Demonstrierenden fordern den Rücktritt des Präsidenten Giammattei und werfen ihm Korruption und die unzureichende Bekämpfung von Armut und Ungleichheit vor. Auch in Guatemala werden Rufe nach einer neuen Verfassung und der Ausrufung eines plurinationalen Staates laut. Armut und Hunger, unter denen in Guatemala ein hoher Anteil der Bevölkerung leidet, wurde durch die Pandemie und die damit verbundenen Ausgangssperren noch verschärft. Ein Großteil der Menschen arbeitet im informellen Sektor und musste monatelang auf seinen Lohn verzichten. Staatliche Hilfen gibt es für sie nicht.
// Anika Pinz


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