ANTWORT DER GEMEINSCHAFT AUF DEN ABWESENDEN STAAT
Interview mit Nery Osorio über die Rolle der traditionellen Agrarökologie in Krisenzeiten
Haushaltsplan 2021 als Auslöser einer neuen Protestwelle
Mitte November kam es in Guatemala zu heftigen Protesten gegen den für 2021 geplanten Staatshaushalt. Am Rande friedlicher Proteste wurden Teile des Parlamentsgebäudes in Brand gesetzt. Der Haushaltsplan wurde zurückgezogen, doch die Proteste dauern an. Die Demonstrierenden fordern den Rücktritt des Präsidenten Giammattei und werfen ihm Korruption und die unzureichende Bekämpfung von Armut und Ungleichheit vor. Auch in Guatemala werden Rufe nach einer neuen Verfassung und der Ausrufung eines plurinationalen Staates laut. Armut und Hunger, unter denen in Guatemala ein hoher Anteil der Bevölkerung leidet, wurde durch die Pandemie und die damit verbundenen Ausgangssperren noch verschärft. Ein Großteil der Menschen arbeitet im informellen Sektor und musste monatelang auf seinen Lohn verzichten. Staatliche Hilfen gibt es für sie nicht.
// Anika Pinz


