Chile | Nummer 240 - Juni 1994

Das Mausoleum Chiles

Das Mausoleum Chiles

“…das Modernste in ganz Lateinamerika”, ob damit nun das Hyatt Hotel, das Einkaufszentrum Mall del Alto Las Condes oder das neue Hochsicherheits­gefängnis gemeint ist, passend ist dieses Attribut in jedem Fall. Die Modernität geht um in Chile und macht auch vor den Gefängnissen nicht halt. Der Bau des neuen Hochsicherheitsgefängnisses kostete die Regierung 2,8 Milliarden Pesos (11,2 Millionen DM). Diese Investition vervollständigt den Plan der Terrorismusbekämpfung, der Ende 1991 von der Aylwin-Regierung entwickelt worden war (siehe LN 236). Insassen dieses Gefängnisses sind Männer, die seit März 1990, also seit dem Ende der Militärdiktatur, aufgrund politischer Motivation Strafdelikte wie Ent­führung, Banküberfall oder Zerstörung öffentlichen Eigentums, begangen ha­ben. Sie selbst bezeichnen sich als Politische Gefangene, werden aber von der Regierung und vom Großteil der Bevölkerung als Terroristen angesehen.

Evangelia Wasdaris
Am 20. Februar begann in Chile mit der Einweihung des Hochsicherheits­ge­fäng­nisses eine neue

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