EINE NEUE GESCHICHTSSCHREIBUNG?
Andrés Manuel López Obrador auf dem Weg zur Präsidentschaft
EIN WAHLKAMP BEGLEITET VON FRAUENMORDEN
Im Schatten des Wahlkampfrummels auf nationaler Ebene wurden am 2. Juni vier Frauenmorde verübt – alle vier galten regionalen Kandidatinnen. Pamela Terán kandidierte als Stadträtin in der Gemeinde Juchitán de Zaragoza, im Bundesstaat Oaxaca. Die Politikerin gehörte der Regierungspartei PRI an und war mit ihrem Fahrer und ihrer Fotografin von einem Restaurant unterwegs zu ihrem Auto. Als eine Gruppe bewaffneter Menschen das Feuer auf sie eröffnete, starben alle drei. Am selben Tag wurden auch in Puebla zwei Politikerinnen ermordet. Juana Maldonado war Kandidatin
und Abgeordnete von der Grünen Partei (PVEM) aus der Gemeine Huauchinango. Erika Cázares war Stadträtin für Gesundheit der Gemeine Juan Galindo. Die beiden Kandidatinnen waren nach einer gemeinsamen Wahlkampfaktion zusammen auf dem Rückweg und wurden tot in einem Auto aufgefunden.
Seit Beginn des Wahlkampfes im September 2017 wurden laut dem Nachrichtenportal Aristeguinoticias mehr als hundert politische Morde in Mexiko verübt. // LN



