Mexiko | Nummer 528 - Juni 2018 | Wahlen

EINE NEUE GESCHICHTSSCHREIBUNG?

Andrés Manuel López Obrador auf dem Weg zur Präsidentschaft

Es gilt als fast gesichert, dass López Obrador und seine Partei Morena am ersten Juli die Präsidentschaftswahlen für sich entscheiden können. Damit käme der linksgerichtete Kandidat im dritten Versuch an die Spitze der mexikanischen Regierung. Doch frei von Widersprüchen ist seine Politik nicht.

Von Jan-Holger Hennies
Koalition der Geschichtsschreibung Nur ein Wahlversprechen? (Foto: Jan-Holger Hennies) Ramón (Name

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EIN WAHLKAMP BEGLEITET VON FRAUENMORDEN
Im Schatten des Wahlkampfrummels auf nationaler Ebene wurden am 2. Juni vier Frauenmorde verübt – alle vier galten regionalen Kandidatinnen. Pamela Terán kandidierte als Stadträtin in der Gemeinde Juchitán de Zaragoza, im Bundesstaat Oaxaca. Die Politikerin gehörte der Regierungspartei PRI an und war mit ihrem Fahrer und ihrer Fotografin von einem Restaurant unterwegs zu ihrem Auto. Als eine Gruppe bewaffneter Menschen das Feuer auf sie eröffnete, starben alle drei. Am selben Tag wurden auch in Puebla zwei Politikerinnen ermordet. Juana Maldonado war Kandidatin
und Abgeordnete von der Grünen Partei (PVEM) aus der Gemeine Huauchinango. Erika Cázares war Stadträtin für Gesundheit der Gemeine Juan Galindo. Die beiden Kandidatinnen waren nach einer gemeinsamen Wahlkampfaktion zusammen auf dem Rückweg und wurden tot in einem Auto aufgefunden.
Seit Beginn des Wahlkampfes im September 2017 wurden laut dem Nachrichtenportal Aristeguinoticias mehr als hundert politische Morde in Mexiko verübt. // LN


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