Kolumbien | Nummer 621 - März 2026

„Ich musste von innen heraus handeln“

Whistleblower Andrés Olarte Peña über seine Zeit beim kolumbianischen Ölgiganten Ecopetrol

Kolumbien ist eins der gefährlichsten Länder für Menschen, die gegen Korruption kämpfen und die Umwelt verteidigen. Andrés Olarte Peña, ehemaliger Berater von Ecopetrol, riskierte seine Karriere, seine Sicherheit und sein Leben, um massive Umweltverschmutzungen, das Ver­schweigen von Schäden und die Repressalien gegen Umweltaktivist*innen durch das größte Erdölunternehmens des Landes aufzudecken. Für seinen Mut wurde er mit dem Ellsberg Whistleblower Award 2026 ausgezeichnet. Im Interview mit LN spricht Olarte über seine Erfahrungen, den Preis der Wahrheit und darüber, was es bedeutet, sich einem der größten Unternehmensgiganten Kolumbiens zu widersetzen.

Interview von Gabriela Rojas Bock & Juliana Garzón Beltrán - Übersetzung: Sarah Schaarschmidt
Was hat Sie dazu bewogen, die Unregelmäßigkeiten, die Sie innerhalb von Ecopetrol sahen, anzuzeige

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Andrés Olarte Peña (Foto: Privat)

Andrés Olarte Peña arbeitete zwischen 2017 und 2019 bei Ecopetrol in technischen und umweltberatenden Funktionen. Nachdem er mögliche Unregelmäßigkeiten identifiziert und intern gemeldet hatte, und keine wirksame Reaktion erfolgte, beschloss er, sich an eine internationale Forschungsorganisation zu wenden. Seine Enthüllungen trugen zur Veröffentlichung des Berichts Crude Lies, zur Verbreitung der Iguana Papers und zur BBC-Doku­mentation Kolumbien: Erdöl, Verschmutzung und Paramilitärs bei. Sein Ziel ist es, strukturelle Veränderungen zu fördern und Transparenz und Rechenschaftspflicht zu stärken.


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