„Jeder kollektive Wandel beginnt mit einem individuellen“
Interview mit der Aktivistin Michelle Arzate über digitalen Aktivismus und Kämpfe gegen Megaprojekte
Topolobampo: Widerstand gegen die Ammoniakfabrik
In der Bucht von Topolobampo in Sinaloa, die sich in einem international anerkannten Ramsar-Gebiet (die Ramsar-Konvention ist ein weltweiter Aktionsplan zum Schutz und zur Sicherung der Wasserversorgung für Feuchtgebiete) befindet, errichtet das Unternehmen GPO eine Ammoniakfabrik neben weiteren Anlagen der Energieindustrie. Die Indigenen Gemeinden der Yorememayo leisten seit mehr als einem Jahrzehnt Widerstand gegen dieses und andere Megaprojekte, die ihre Existenz bedrohen. Das zu 80 Prozent von der deutschen KFW IPEX-Bank finanzierte Projekt steht heute vor einer neuen Hürde: GPO reichte einen Rechtsschutzantrag ein, um eine Inspektion durch die Umweltschutzbehörde zu verhindern – genau zu dem Zeitpunkt richteten die mexikanische Zivilgesellschaft und die digitale Aktivist*innenszene ihren Blick auf die Bucht. Ein kurzes Internetvideo gab dem langjährigen lokalen Aktivismus einen Schub, mit dem niemand rechnete.


