Literatur | Nummer 625/626 - Juli/August 2026

„Körper, aus denen die sprache kommt“

Interview mit Gabriela Damián Miravete

Ein Garten, in dem Besucher*innen mit ermordeten Mädchen und Frauen Kontakt aufnehmen können – und zwar als Hologramme verewigt. Diese sind eine Ansammlung aus digitalen und materiellen Spuren genommener Leben. Der von Autorin Gabriela Damián Miravete erzählte Westgarten vermag es, besonders auf die junge Generation zu wirken. Sie präsentiert Erinnerungskultur als präventives Instrument gegen die häufigste unnatürliche Todesursache von Frauen weltweit. Miravete hat mit Soñarán en el jardín eine tiefgreifende Erzählung verfasst, die nicht nur historische Bezüge zum patriarchalen Mexiko herstellt, sondern Leser*innen auch einen Ort zeigt, an den uns nur spekulative Fiktion führen kann: eine Welt ohne Feminizide. Die LN haben mit der mexikanischen Schriftstellerin und Herausgeberin über die Entstehung von Soñarán en el jardín, die Bedeutung von Übersetzungen und die politische Motivation hinter dem Werk gesprochen. 

Von Catharina Deege (Übersetzung: Carla Wendte und Catharina Deege)
Warum hast du dich dazu entschieden, über eine Gedenkstätte für Feminizide zu schreiben?Der Proze

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Gabriela Damián Miravete geboren in Mexiko-Stadt, 1979, ist  Schriftstellerin, Lektorin und Drehbuchautorin. Sie hat einer Vorliebe für spekulative Belletristik. Ihre Essays und Kurzgeschichten wurden ins Englische, Italienische, Portugiesische und Französische übersetzt. Der Science-Fiction-Roman Soñarán en el jardín wurde außerdem ins Deutsche übersetzt.


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