Brasilien | Comic | Nummer 565/566 - Juli/August 2021

KUNSTSCHAFFENDE ALS ERKLÄRTE FEINDE

Zensur und Prozesse gegen kritische Karikaturen und Comics

Rund 60 Fälle registrierte die brasilianische Beobachtungsstelle zur Zensur von Kunst seit 2017. Das Justizministerium leitete gegen Zeichner*innen, Verlage und Medien Ermittlungsverfahren ein, u.a. wegen „Verleumdung des Präsidenten“, was zu mehrjährigen Haftstrafen führen kann. Werke und Publikationen wurden aus Ausstellungen oder von Messen entfernt. Immerhin werden die Betroffenen häufig von Solidaritätskampagnen unterstützt, auch die Justiz urteilt im Nachhinein oft zu ihren Gunsten. Ein Ende der Versuche der neuen Rechten, in die Kunstfreiheit einzugreifen, ist aber nicht in Sicht.

Von Lea Hübner

Lies den kompletten Artikel in der aktuellen Juli/August-Ausgabe.

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