Berlinale | Film | Nummer 621 - März 2026

Nur der Minister merkt es nicht

Starke Statements und hohe filmische Qualität: Die 76. Berlinale war in vieler Hinsicht ein Schritt nach vorne

Während sich viele über die künstlerisch stärkste Berlinale seit vielen Jahren freuten, sorgte Wolfram Weimer für einen Eklat: Weil ein Preisträger – eigentlich eine Selbstverständlichkeit – auf der Bühne seine politische Meinung äußerte und auf einem Foto mit Festivaldirektorin Tricia Tuttle eine palästinensische Flagge im Hintergrund zu sehen war, wollte der konservative Kulturstaatsminister die Berlinaleleitung absetzen. Das klappte dann eher so mittelmäßig, denn trotz vorheriger Durchstecherei an die Boulevardpresse, die auf dem Titelblatt ungeniert ihre Entlassung verkündete, ist Tricia Tuttle noch im Amt. Eine Blamage für den Ex-Springer-Chefredakteur Weimer und ein Erfolg für die hunderten Filmschaffenden aus dem In- und Ausland, die sich innerhalb weniger Stunden in einer unterschriebenen Erklärung mit der Berlinale-Chefin solidarisiert hatten.

Von Dominik Zimmer
Rosa Hadit Hernández, Colectivo Colmen Schade, dass das Festival so wieder einmal unverschul

Das Lesen des Beitrages ist für einen Monat den Abonnent*innen vorbehalten. Hier anmelden

Möchtest Du weiterlesen?
Teste die LN!

  • kritische Berichterstattung aus und über Lateinamerika
  • eine 100% unabhängige Zeitschrift
  • produziert von einem ehrenamtlichen Kollektiv

Digitalabo-Probeangebot

10€ für 3 Monate

danach ab 29,50€ im Jahr

Jetzt bestellen

Hola!

Wenn Dir gefällt, was du hier liest, dann unterstütze unsere ehrenamtliche Redaktion doch mit einem Abo! Das gibt's schon ab 29,50 Euro im Jahr. Oder lass uns eine Spende da! Egal ob einmalig 5 Euro oder eine monatliche Dauerspende – alles hilft, die LN weiter zu erhalten, Gracias ❤️

Ähnliche Themen

Newsletter abonnieren