Politisch gefangener Miskito-Aktivist Brooklyn Rivera verstorben
Am 30. Mai prangerten Oppositionsaktivist*innen aus Nicaragua den Tod des Miskito-Aktivisten Brooklyn Rivera an. Die nicaraguanische Regierung bestätigte am folgenden Tag sein Ableben in einem Krankenhaus in Managua und gab an, sein Tod sei auf Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 zurückzuführen.
In der Woche vor Riveras Tod hatte die nicaraguanische Regierung Fotos des seit 2023 inhaftierten Aktivisten veröffentlicht. Dies geschah erst nach monatelangem Druck seitens der internationalen Gemeinschaft mit der Forderung nach einem Lebensbeweis. Die Regierung hatte bislang keine öffentliche Anklage gegen ihn erhoben, zahlreiche Organisationen stufen ihn als politischen Gefangenen ein. Die Fotos zeigten einen stark abgemagerten 73-jährigen Rivera, der schwer erkrankt an ein Beatmungsgerät angeschlossen in einem Krankenhausbett lag. In einem offiziellen Statement hieß es, er habe unter „multiplem Organversagen, Leberzirrhose und einer aktiven Lungeninfektion“ gelitten, die durch „resistente Bakterien verursacht wurde“.

