Nummer 540 – Juni 2019

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Die Schriftstellerin Gioconda Belli kehrte 1979, nach dem Sieg der sandinistischen Revolution, zurück nach Nicaragua, wandte sich in den 1990er-Jahren aber von den Sandinisten ab, weil diese inzwischen selbst mit diktatorischen Mitteln regieren. / / Foto: Oscar Navarrete

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Magaly Quintana Pereyra – La Maga // Foto: Margarita I. Montealegre

Nicaragua und die feministische Bewegung verlieren eine unerschütterliche Verteidigerin der Menschenrechte: Magaly Quintana Pereyra, Aktivistin und Direktorin der Organisation Katholikinnen für das Recht auf Entscheidung (CDD), starb am 5. Mai 2019 nach einem Schlaganfall. Die Nachricht hat unter Feministinnen und den Angehörigen der vielen ermordeten Frauen in Nicaragua, die Quintana in den letzten Jahren begleitet hat, für Bestürzung gesorgt. Quintana wurde von vielen einfach La Maga (dt. „Die Zauberin“) genannt. Als unbeugsame Kämpferin und Verteidigerin der Frauenrechte forderte sie Gerechtigkeit für die Opfer von Feminiziden und unterstützte zuletzt die Protestbewegung gegen die autoritäre Herrschaft von Präsident Ortega. Nachfolgend veröffentlichen wir einen Nachruf von Sylvia Torres, welcher in der Wochenzeitung Confidencial in Nicaragua erschienen ist.