Ecuador | Nummer 228 - Juni 1993

Nachholende Privatisierung

“Wenn auch so spät wie fast jede Mode, hat die Privatisierungswelle jetzt auch Ecuador erfaßt”, so der Politologe Alberto Acosta. Neun Monate nach Amtsantritt der rechten Regierung unter Leitung von Sixto Durán Ballén hat ihr harter neoliberaler Kurs lebhafte politische Auseinandersetzungen angefacht. Bisher haben die GegnerInnen es leicht: Diejenigen, die eigentlich auf der Seite der Privatisierungen stehen, aber sich profilieren wollen, können das politische Ungeschick des Präsidenten ausschlachten. Durán hat es beispielsweise geschafft, erst aus der OPEC auszusteigen und gleich danach die Wiederaufnahme zu beantragen. Während die Regierung anscheinend nicht aus den Erfahrungen der anderen lateinamerikanischen Länder gelernt hat und in primitivster und leicht widerlegbarer Weise den Staat dämonisiert, beginnt sich die schwache ecuadorianische Volksbewegung wieder aufzurappeln. Sie hat die erste Kraftprobe gegen die Privatisierungen geschickt ausgesucht und sogar gewonnen.

Karin Gabbert
Zwar haben seit Beginn der Schuldenkrise 1982/83 auch alle ecuadorianischen Regierungen die Bedingun

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