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Kaffee schwarz gegen Liebeskummer

Mit einer sentimentalen Reise durch den Jazz begann Maria Rivas Mitte der 80er Jahre ihre internationale Karriere auf der Karibikinsel Aruba. Zweieinhalb Jahre später ging sie zurück in ihre Geburtsstadt Caracas und fand auch dort schnell ihr Publikum. Mittlerweile hat sie vier Alben veröffentlicht, die Kritik spricht von einer venezolanischen Joni Mitchell und vergleicht sie mit Daniela Mercury.
Ende 1999 stellte sie sich auf der Weltmusikbörse WOMEX in Berlin dem deutschen Publikum vor. Konkreter Anlass war die Veröffentlichung ihrer CD Café Negrito, die einen kleinen Querschnitt ihres musikalischen Schaffens zeigt. Darauf findet sich der Song El Manduco, mit dem sie Anfang der 90er einen großen Hit landete. Der Song ist inspiriert vom manduco, einem traditionellen Perkussionsinstrument, das ursprünglich von der indigenen Bevölkerung Kolumbiens und Venezuelas zum Wäsche waschen verwandt wird.
Mit dem Coversong Café Negrito eröffnet Maria Rivas ihre CD. Es ist ein Liebeslied, in dem sie schwarzen Kaffee als ultimatives Heilmittel gegen Liebeskummer empfiehlt. Auf dem Album mischen sich einheimische Klänge mit europäischen und afrikanischen, dazu eine Prise Brasil und ein Schuss Latin Jazz.
Ihre Liebe für den Jazz ist unverkennbar und findet ihren Ausdruck in einer Interpretation von Dizzy Gillespies Night in Tunisia. Und wer dabei Lust verspürt, einen musikalischen Abend mit ihr zu verbringen, hat bald Gelegenheit dazu.

Maria Rivas, Café Negrito, Ashé Records 2009-2, im Vertrieb von EFA Medien.
www.maria-rivas.com

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