Kolumbien | Nummer 569/570 - November/Dezember 2021

UMKÄMPFTE VERGANGENHEIT

Die kolumbianische Wahrheitskommission geht in die letzte Phase

Als direkte Konsequenz des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-EP wurde 2018 eine staatliche Wahrheitskommission eingerichtet. Ihr Ziel: Die außergerichtliche Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts seit der Entstehung der Guerilla. Dabei soll die Perspektive der Opfer im Mittelpunkt stehen. Juana Corral und Lorena Díez sind zwei der Koordinatorinnen der Unterstützungsgruppe der Wahrheitskommission in Deutschland. Im Interview mit LN berichten sie von der Arbeit der Kommission und welche Rolle das Exil in diesem Prozess spielt.

Interview und Übersetzung: Paul Welch Guerra
Lorena Díez und Juana Corral Unterstützen die Wahrheitskommission (Foto: Paul Welch Guerra) Es gib

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DIE WAHRHEITSKOMMISSION
ist ein Ergebnis der Friedensverhandlungen zwischen der FARC-EP (Revolutionäre bewaffnete Kräfte Kolumbiens – Volksarmee) und der kolumbianischen Regierung im Jahr 2016. Sie fungiert als außergerichtliche Institution im Rahmen des „Integralen Systems für Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung (SIVJRNR)“. Das SIVJRNR beinhaltet auch eine „Einheit zur Suche von als verschwunden geltenden Personen“ und eine „Sonderjustiz für den Frieden“. Die Wahrheitskommission soll eine umfassende Dokumentation des bewaffneten Konfliktes seit der Gründung der FARC-EP anfertigen. Der Abschlussbericht der Wahrheitskommission wird am 27. Juni 2022 veröffentlicht. In zahlreichen Ländern Nordamerikas, Europas, Zentral- und Südamerikas existieren Unterstützungsgruppen, die der Kommission mit einem Fokus auf Exil zuarbeiten. Die Arbeit der deutschen Unterstützungsgruppe wird u.a. durch das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (CAPAZ) und das Auswärtige Amt gefördert.


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