„IN 30 JAHREN VERSCHWINDEN WIR VIELLEICHT“

BLAS LÓPEZ MORALES

ist Soziologe und war von 2011 bis 2013 Generalsekretär des allgemeinen Kongresses der Guna. Derzeit ist er Mitglied der Kommission, die den Umzug seiner Gemeinde Gardi Sugdub von einer Insel auf das Festland organisiert.
(Foto: Proyecto Nativo, www.nativoproject.com)

 


 

Welche Veränderungen spüren Sie durch den Klimawandel?

Es gibt eine Zunahme extremer Wetterereignisse. Stürme und Überschwemmungen werden stärker, wir spüren den steigenden Meeresspiegel. In der Zeit von November bis Februar, wenn es in Guna Yala Nordwind vom Meer gibt, kann es zu Wellen kommen, die mehrere Meter hoch sind. Dieses Jahr im Januar war es schlimm. Eine Woche lang gab es Unwetter mit Überschwemmungen und Zerstörungen in mehreren Dörfern. Auf meiner Insel Gardi Sugdub waren die Auswirkungen geringer, weil der Insel eine Landzunge vorgelagert ist.

 

Was bedeutet eine Überschwemmung für die Inselbewohner*innen?

Das Wasser kommt manchmal am Morgen, manchmal am Nachmittag und bleibt zwei bis drei Stunden. Je nach örtlicher Gegebenheit werden zum Teil nur die Häuser überschwemmt, die nah am Wasser stehen. Auf tiefer gelegenen Inseln werden aber auch ganze Straßenzüge überflutet. Zum Teil werden dabei Häuser komplett zerstört, in anderen Fällen Feuerstelle und Feuerholz überflutet. Die Familien können dann nicht mehr kochen, was sehr hart für sie ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guna-Häuser am Wasser sind bei Stürmen von Überschwemmung bedroht

 

Wie reagieren die Guna in solchen Fällen?

Die betroffenen Familien kommen dann meist in anderen Häusern bei Verwandten unter, die weiter entfernt vom Wasser wohnen, oft auf anderen Inseln. Wenn nötig, baut die Solidargemeinschaft des Dorfes ein neues Haus für die betroffenen Familien, der Dorfvorsteher Sagla organisiert das. Um sich zu schützen, errichten die Leute Schutzwälle am Ufer und befüllen Sandsäcke. Aber es gibt keine Vorwarnung. Das Gefühl ist, dass es keinen Schutz gibt. Auf den kleinen Inseln kann man sich nicht schnell in Sicherheit bringen. Die Leute haben Angst, dass es in Zukunft wieder passiert. Wie wird das erst in 30 oder 50 Jahren sein? Vielleicht verschwinden die Guna dann. Es gibt aber aktuell noch weitere Probleme durch die Unwetter.

 

Welche sind das?

Vor allem die Kinder und Älteren bekommen Bauchschmerzen und müssen sich übergeben. Der Grund ist, dass das Hochwasser auch die Flüsse überschwemmt, aus denen wir über eine Leitung unser Trinkwasser beziehen – die Leitungen verstopfen durch Sedimente und gehen kaputt.

Bei Sturm und hohem Wellengang können die Leute nicht mit ihren Kanus zum Fischen raus fahren. Meine Insel Gardi Sugdub ist im Gegensatz zu den anderen Dörfern in Guna Yala seit einigen Jahren über eine Straße mit der Außenwelt verbunden, die Leute hier leben inzwischen mehrheitlich vom Tourismus und versorgen sich nicht mehr selbst. Aber die Straße wurde aufgrund des Unwetters geschlossen, die Läden wurden daher nicht beliefert und aufgrund der ausbleibenden Touristen hatten viele Einnahmeausfälle.

Obwohl wir genug Land haben, gibt es auch auf anderen Inseln einen Trend hin zu weniger Selbstversorgung durch eigene Landwirtschaft – unser traditionelles Essen aus Fisch, Pflanzenknollen, Kokosnüssen und Kochbananen wird mehr und mehr etwa durch Reis und Geflügel ersetzt, was von Schiffen aus Kolumbien oder Colón gebracht wird. Wenn diese bei Unwetter wegbleiben, fehlen Nahrungsmittel.

 

Die Insel Gardi Sugdub plant den Umzug auf das Festland

 

Mehrere Dörfer denken inzwischen darüber nach, zurück aufs Festland zu ziehen. Inwiefern laufen konkrete Vorbereitungen?

Die Zerstörungen im Januar haben die Diskussionen angeheizt. Ein weiterer Grund dafür ist der Bevölkerungszuwachs, die Verhältnisse sind überall sehr beengt und die Inseln werden zu klein. In meinem Dorf sind wir am weitesten, wir planen bereits seit zehn Jahren den Umzug von mehr als 300 Familien, etwa 1.500 Personen. Damals haben wir die Initiative ergriffen und eine Kommission für die Organisation des Umzugs gegründet.

Wir haben uns Gedanken gemacht, etwa um die Wasser- und Stromversorgung am Ort der geplanten neuen Siedlung, die Müllentsorgung oder den Umgang mit Insekten und Krankheiten wie Malaria, die es auf den Inseln nicht gab. Der allgemeine Kongress der Guna (Congreso General Guna, ein zentrales Organ der politischen Autonomie Guna Yalas, siehe Infokasten und LN 533), fördert etwa die lokale Agrarwirtschaft, um die Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen.

 

Gab es Schwierigkeiten beim Umzugsprozess?

Um für alle neue Häuser zu bauen, reichte das traditionelle Baumaterial vor Ort nicht aus, insbesondere gab es nicht genug Blätter der Weruk-Palme, die wir für die Dächer verwenden. Daher haben wir mit der Regierung gesprochen, die uns im Rahmen eines Häuserbauprogramms Unterstützung zugesagt hat. Leider mussten wir dafür akzeptieren, dass die Häuser aus Zement sein werden und nichts mit unseren traditionellen Häusern gemein haben.

Für eine langwierige Suche nach anderweitiger  Finanzierung besserer Häuser hatten viele Leute keine Geduld mehr, denn bereits vor neun Jahren wurde der Bau einer Schule und einer Krankenstation begonnen. Zu deren Fertigstellung und zum Bau der Wohnhäuser kam es damals aber nicht, da die Mittel plötzlich dringend in anderen Provinzen benötigt wurden. Die neue Regierung von Nito Cortizo führt den Bau nun endlich fort. Vor einigen Wochen haben erste Arbeiten begonnen, die Übergabe der Wohnhäuser wird innerhalb von zwei Jahren erwartet. Viele Ältere wollen nach wie vor ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen und auf der Insel bleiben. Die Jüngeren wollen dagegen umziehen, so dass insgesamt eine Mehrheit dafür ist.

 


 

Mola-Kunsthandwerk ist eine Einnahmequelle in Gardi Sugdub

 

Welche Schlüsse ziehen die Guna aus dem bisherigen Prozess?

Die Kommission in Gardi Sugdub arbeitet gemeinsam mit weiteren Experten an einem strategischen Umsiedlungsplan, für den wir mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank  die  sozialen,  wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Aspekte der Umsiedlung untersuchen und aufarbeiten. Wir organisieren auch Schulungen im Dorf, zu Themen wie Gesundheit, Umweltschutz oder wie in Zukunft die räumlichen Gegebenheiten sein werden, etwa der Schulweg der Kinder.

Den fertigen Umsiedlungsplan wollen wir dann auf der Versammlung des Kongresses vorstellen. Die Saglagan haben den Betroffenen nach den Überschwemmungen Reis gebracht. Wir Guna sollten uns aber nicht nur in der Not helfen, sondern müssen selbst einen Handlungsplan entwickeln, denn sonst bleibt uns nur, auf die Regierung zu warten. Der Kongress könnte den Plan für ganz Guna Yala nutzen oder entsprechend weiterentwickeln.

Auch der Regierung und internationalen Institutionen, die uns unterstützen können, wollen wir ihn präsentieren. Ich denke, dass der Plan eine Blaupause sein kann, auch für die anderen Inseln der Guna – von denen einige keine Kapazitäten für eine eigene Planung haben – sowie überhaupt indigene Küstendörfer, die vom Klimawandel bedroht sind und einen Umzug planen.

 

 

 

 

Arbeit für die Fischer gibt es bei Stürmen nicht

 

Wie man auf den Inseln sieht, haben die Guna oft Korallen verwendet, um ihre Inseln zu vergrößern oder Dämme zum Schutz gegen Überflutungen zu bauen. Welche Rolle spielt das bei den Überschwemmungen?

Die Guna haben damit angefangen, als der Platz aufgrund des Bevölkerungszuwachses zu knapp wurde und anfangs nicht daran gedacht, dass das Konsequenzen haben könnte – eine reine Überlebensstrategie. Aber die Korallenriffe sind wichtig als Schutz gegen Überflutungen, außerdem sind sie Teil der Natur, die uns am Leben erhält, genau wie der Wald und das Meer. Der Kongress hat die Entnahme von Korallen aus dem Meer inzwischen verboten, und wir müssen dafür sorgen, dass es allen bewusst ist. Heute machen das nur noch wenige, auch weil sie merken, dass es sich negativ auf den Fischfang auswirkt.

 

Welche Bedeutung hat die Natur in der Kultur der Guna?

Wir haben eine enge, harmonische Beziehung zur Mutter Erde, auch in spiritueller Hinsicht. Wir stellen uns etwa vor, dass die Pflanzen und Tiere unsere Brüder und Schwestern sind, Menschen, die sich einst verwandelt haben, um uns bei unserem heutigen Leben zu helfen. Unsere Schamanen sprechen mit ihnen und der Sagla erinnert uns daran, der Natur Liebe und Respekt entgegenzubringen. Wir geben uns auch entsprechende Regeln, die alle in der Gemeinschaft befolgen müssen, wie jene zum Schutz der Korallen oder etwa Schonzeiten für Langusten zur Erholung der Bestände.

Unsere Anführer sagen: Wir haben verstanden, dass wir von der Natur abhängig sind und sie nicht misshandeln dürfen. Daher nehmen wir uns beim Jagen, Fischen oder beim Hausbau nicht mehr als das, was wir zum Leben brauchen. Der westliche Lebensstil dagegen sieht anders aus.

 

 

 

Traditionelle Kochstellen dürfen nicht nass werden, sonst gibt es nichts zu Essen

 

Wen sehen die Guna denn in der Verantwortung für den Klimawandel?

Letztlich ist das Problem das kapitalistische System selbst. Die Nationen der Welt haben die Natur ausgebeutet und sie in ein monetäres Gut verwandelt. Die Regierungen vor allem der weit entwickelten Länder und die privaten Unternehmen müssen ihre Politik ändern, denn der Lebensraum von uns Indigenen wird immer verwundbarer. Wir haben auf die Natur achtgegeben, während die Verschmutzung aus den reichen Ländern kommt, von den Unternehmen. Sie produzieren Müll, stoßen Treibhausgase aus und holzen den Wald ab. Es gibt dazu zwar Konventionen der UNO, die die Regierungen unterschrieben haben, aber dann halten sie sich nicht daran. Finanzielle Hilfen kommen oft nur bei der Regierung an und nicht bei den betroffenen indigenen Gemeinschaften. Das sollte sich ändern.

 

Welche Rolle könnten indigene Gruppen für die weltweite Debatte um Klimaschutz spielen?

Die Regierungen und transnationalen Unternehmen müssen verstehen, dass die Mitwirkung der indigenen Bevölkerung bei diesem Thema sehr wichtig ist. Wir als Guna und Indigene nehmen an den internationalen Konferenzen und Gipfeltreffen zum Klimawandel teil. Unser traditionelles Wissen, unsere traditionellen Praktiken in nachhaltiger Landwirtschaft wie das Säen heimischer Nutzpflanzen oder die Bewirtschaftung von Parzellen mittels Agroforstwirtschaft, die eine Regeneration der Wälder erlauben, können zur Debatte einen wesentlichen Beitrag leisten. Wir müssen da noch offensiver auftreten.

Letztlich müssen wir, die Umweltschützer, NGOs, die sozialen Bewegungen, die ja zur Zeit besonders in Europa sehr aktiv sind, und die Unternehmen beim Thema Klimawandel zusammenarbeiten. Die Staaten der Welt sollten sich verpflichten, die indigene Bevölkerung bei der Stärkung ihrer Kultur und ihres traditionellen Wissens zu unterstützen.

Projekte, die uns unterstützen möchten, sind willkommen, dürfen aber nicht über unseren Kopf hinweg beschlossen werden. Sie müssen den indigenen Gemeinschaften wirklich zugute kommen, es muss viel Transparenz geben, wir müssen in die Entscheidungsprozesse eingebunden sein und man sollte uns keine Vorschriften machen, wie wir die Natur schützen sollen.

 

„EN 30 AÑOS A LO MEJOR DESAPARECEMOS“

BLAS LÓPEZ MORALES

es sociólogo y fue secretario general del Congreso General Guna entre 2011 y 2013. En la actualidad es miembro de la comisión que organiza el traslado de su comunidad Gardi Sugdub desde la isla en la que se ubica a tierra firme.
(Foto: Proyecto Nativo, www.nativoproject.com)

 


 

¿Qué transformaciones percibe a raíz del cambio climático?

Hay desastres naturales con mayor densidad. La subida del nivel del mar y los vientos son cada vez más intensos. El oleaje antes era de uno o dos metros, ahora en enero era de tres, cuatro metros.

De noviembre a febrero la gente sabe que soplan vientos del norte y se acostumbra, pero este año lo que pasó en las costas fue muy intenso, durante una semana hubo inundaciones y hubo mucha destrucción en las casas. Por suerte en Gardi Sugdub no pasó tanto (una península la protege, nota de redacción), pero otras comunidades que están más expuestas al mar se ven más afectadas por la intensidad de las olas.

 

¿Qué significa una inundación para los habitantes de la isla?

A veces comienza por la mañana, a veces en la tarde. Son dos, tres horas durante las que las comunidades se llenan de agua. A veces se inunda todo el litoral, afectando a los que viven frente al mar. En comunidades que son bajas se llenan también las calles principales. Se destruyen las casas o se llenan con agua las cocinas y la leña cuando están frente al mar, y la gente no puede cocinar. Eso es un poco duro.

Además hay dolores de estómago y vómitos sobre todo entre mayores y niños. La calidad del agua ya no es la misma: las comunidades reciben el agua a través de acueductos que llegan a la isla, el agua proviene de los ríos en tierra firme. Con las inundaciones y el viento fuerte se inundan los ríos, las tuberías se rompen por la sedimentación, el agua se contamina y ya no es dulce.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Casas Guna en la orilla del mar están amenazadas por inundaciones en caso de temporales

 

¿Qué otros problemas tienen en este tipo de situaciones?

Durante los temporales la gente ya no puede salir a la pesca y se queda sin alimentos. En caso de Gardi Sugdub, hay una conexión por una carretera desde hace unos años. Muchos en la comunidad trabajan en el turismo. Durante el temporal los turistas no pudieron venir y a la gente que trabaja en turismo le afectó bastante, no hubo entrada durante una semana.

En Guna Yala tenemos terrenos, la gente tiene su finca y bien podrían alimentarse, bien podrían producir, pero la mayoría ya no trabaja en el campo. En los últimos años ha cambiado bastante la alimentación de los Guna. Ahora la gente espera a los barcos colombianos, a la gente de Panamá que proveen alimentos a la comarca. Todo viene de la ciudad y cuando de repente los barcos o los carros no llegan, no podemos abastecer las tiendas.

 

¿Cómo reaccionan los Guna en estos casos?

El pueblo es solidario y bien organizado. La autoridad del Sagla comienza a organizar, a ubicar a las familias en otros lugares. Con una inundación, muchas veces trasladan a las familias afectadas a otra isla y éstas se quedan en las casas de sus familiares. O la comunidad les construye la casa. Para evitar que se inunde su casa, la gente busca arena y piedras en la playa para rellenar, ponen sacos de arena, hacen barreras.

Pero no hay una alerta temprana, no hay seguridad para la población. Son islas pequeñas, ¿dónde se puede evacuar? La gente está notando esto cada vez más y está un poco asustada con lo que pasó en enero. La gente tiene miedo de que pueda pasar otra vez y pregunta: ¿Que va a pasar en 30, 50 años? Yo digo, a lo mejor el pueblo Guna va a desaparecer porque la intensidad es mayor cada año.

 

La isla de Gardi Sugdub está planificando el traslado a tierra firme

 

Varias comunidades ahora están pensando en trasladarse a tierra firme. ¿Cómo van los preparativos?

A raíz de los graves daños este año, mucha gente, muchas comunidades se percataron de que tenemos que cruzar a tierra firme. Otra razón es que la población aumentó y la gente ya no cabe en las islas.

La comunidad de Gardi Sugdub tomó la iniciativa, ya estamos en proceso desde hace 10 años y más avanzados que en otras comunidades. Más de 300 familias, más o menos 1500 personas se van a trasladar. Se creó una comisión para organizar y planificar el traslado, por ejemplo en cuanto al agua, la electricidad, el problema de la basura o los insectos del área. En una comunidad que vive en una isla no hay malaria y hay pocos insectos, pero el brote de la malaria es más en la costa.

El Congreso General Guna (o „Congreso“, órgano de la autonomía Guna, véase nota y LN 533 para más información) está incentivando el trabajo en el campo más allá del consumo familiar, producir más en una escala de venta, para la seguridad alimentaria.

 

¿Hubo dificultades en el proceso de traslado?

Para construir 300 casas no alcanzaban las hojas de la palma Weruk que utilizamos para el techo. Por eso aceptamos la ayuda del gobierno dentro de un programa para la construcción de casas. Lamentablemente son casas pequeñas y de cemento, como de cualquier barriada, no adaptadas a la cultura Guna. En la comisión no estuvimos de acuerdo con eso, pero un mejor diseño hubiera sido más caro y buscar un presupuesto a nivel internacional toma mucho tiempo. Tuvimos muchas tensiones internas porque la gente ya no quería esperar 15, 20 años más, así que al final aceptamos el diseño.

Ya hace 9 años que se comenzaron a construir una escuela y un centro de salud. Luego los fondos se desviaron hacía otros lugares, no se terminaron las obras. Ahora bajo el nuevo gobierno de Nito Cortizo las obras se reanudaron, la entrega de las casas se espera dentro de dos años. Las familias son extensas, pero en el futuro pueden agrandar las casas pequeñas.

Creo que el traslado va a afectar bastante a la población Guna, el cambio va a ser un poco drástico. Los mayores no quieren cruzar, pero la mayoría, los jovenes, sí.

 


 

Típica artesanía Guna Molas son una fuente de ingreso en Gardi Sugdub

 

¿Qué conclusiones sacan los Guna del proceso hasta ahora?

La comisión de Gardi Sugdub junto a otros expertos está trabajando en un plan de reasentamiento para el pueblo Guna con el apoyo del Banco Interamericano de Desarrollo. Se trata de lineamientos estratégicos en aspectos económicos, sociales, medioambientales y culturales. En la comunidad también estamos haciendo capacitación sobre cómo va a ser la adaptación al nivel de la salud, del medio ambiente, el trabajo en el campo o cómo se llega a la escuela.

Queremos presentar el plan de reasentamiento en la asamblea del Congreso. Los caciques llevaron arroz a las comunidades afectadas, pero no solamente se trata de dar y apoyar. Al Congreso le toca planificar y desarrollar una política de reasentamiento como parte de la agenda del pueblo Guna. Sino sólo nos va a quedar esperar una solución del gobierno.

El Congreso puede validar y mejorar el plan en el que venimos trabajando. Queremos presentarlo también al gobierno, a los órganos internacionales que puedan dar apoyo. Esa experiencia de Gardi Sugdup puede servir para otras comunidades Guna que quieran trasladarse – de las que algunas no tienen la iniciativa o el liderazgo para hacer su propio plan – y para otras comunidades indígenas costeras que son vulnerables frente al cambio climático.

 

 

 

 

Trabajo para los pescadores es imposible durantes los temporales

 

Los Guna a menudo han usado corales para agrandar las islas o hacer barreras de protección. ¿Tiene su uso de las corales algún efecto en las inundaciones?

Los Guna comenzaron a hacer rellenos con corales cuando ya no había espacio por el aumento de la población, luego también por la subida del nivel del mar. Nunca pensaron que eso podría afectar. Esto no es parte de la cultura Guna, sino una forma de sobrevivir, nada más. Nos dimos cuenta de que los corales naturales, al igual que el bosque y el mar, son el sustento diario del pueblo Guna para vivir. Por eso, el Congreso ha prohibido los rellenos. Hay que concientizar a la población que los corales son importantes como barrera natural contra las inundaciones. Pero yo veo que hoy es mínimo, son cosas esporádicas, la gente ha notado que esto se siente en la pesca.

 

¿Qué significado tiene la naturaleza en la cultura Guna?

Tenemos una relación estrecha, armoniosa con la Madre Tierra, también a nivel espiritual. Los pueblos indígenas creemos que los recursos naturales tienen vida, son nuestros hermanos, seres humanos que se han transformado para apoyar la subsistencia de las generaciones actuales. Los chamánes se comunican con todo este entorno, el Sagla nos recuerda hacer uso de la tierra y sus recursos naturales con amor y mucho respeto. Además el Congreso pone normas concretas, como en el caso de la prohibición de los rellenos o en el caso de la pesca, dónde cada año se hace una veda para ayudar a la recuperación de las poblaciones.

Nuestros líderes dicen, en palabras del Sagla dummad Gilberto Arias: no podemos maltratar a nuestra Madre, más bien hemos comprendido que dependemos mucho de ella, y por eso extraemos lo necesario para nosotros en la cazería, pesca, agricultura, en la construcción de las casas, entre otras cosas. Los modos de vida occidentales son otra realidad.

 

 

 

Cocinas Guna a leña no deberían mojarse, sino no se puede cocinar

 

¿A quiénes ven los Guna como responsables del cambio climático?

El problema es el mismo sistema capitalista. Todas las naciones han explotado los recursos naturales y los han convertido en un bien monetario.

Los gobiernos y también las empresas privadas – sobre todo de los paises desarrollados – tienen que adaptar sus políticas, porque nosotros, los pueblos indígenas, vivimos en comunidades cada vez más vulnerables. Hemos salvaguardado nuestros bosques, nuestros mares – si tú ves la contaminación, viene de los paises ricos, de las empresas. Producen basura y están emitiendo gases, están deforestando, lo cual, como dicen los sabios Guna, es quitarle el vestido a la Madre naturaleza porque en ella ocasionan cambios como la sequía.

En la ONU hay convenciones internacionales firmadas por los paises, pero no se ejecutan, solamente los firman. Hay financiamiento de los fondos pero no llega a las comunidades afectadas, a los campesinos, a los pueblos indígenas. Eso debería cambiar.

 

¿Que rol podrían tener los grupos indígenas en el debate global sobre el cambio climático?

Los gobiernos y las empresas tienen que entender que la participación de los pueblos indígenas es muy importante en este tema. Nosotros los Guna, los pueblos indígenas, estamos participando en los foros internacionales del cambio climático. Nuestros conocimientos tradicionales, nuestras prácticas tradicionales de la agricultura sostenible, como la siembra de plantas útiles nativas o la costumbre de las parcelas agroforestales, que permiten regenerar los bosques, pueden aportar mucho en el debate. La participación indígena tiene que ser más combativa en esos espacios.

Creo que es muy importante que los indígenas, los ecologistas, los ONGs, los movimientos sociales, donde ahora hay mucha mobilización por parte de los jovenes en Europa, y los empresarios trabajemos conjuntamente frente al cambio climático.

Los estados del mundo deben firmar un acuerdo y comprometerse a ayudar a los pueblos indígenas para fortalecer sus culturas y difundir sus conocimientos tradicionales sostenibles, sin condiciones respecto a cómo debemos continuar conservando la naturaleza. Si una organización o una empresa quiere apoyar a los pueblos indígenas, es bienvenida, pero siempre y cuando la participación de los pueblos indígenas en la toma de decisiónes esté, que haya mucha información y transparencia, que lleguen los beneficios a la comunidad.