Am 19. April eröffneten der brasilianische Präsident Lula da Silva und Kanzler Merz gemeinsam die Hannover Messe, deren Partnerland in diesem Jahr Brasilien war, und unterzeichneten kurz darauf mehrere Abkommen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder. Auch wenn sich die Wege der beiden Staatsmänner kurz nach der Eröffnung der Messe wieder trennten, demonstrierten sie dennoch Einigkeit, was die Abkommen in den Bereichen Rohstoffe, Klimaschutz, Verteidigung und künstliche Intelligenz anging. Der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder wird auch durch das Mercosur-Abkommen bekräftigt, welches Anfang Mai vorläufig in Kraft tritt und die weltweit größte Freihandelszone schaffen wird. Neben Brasilien und der EU sind die Mercosur-Staaten Argentinien, Paraguay und Uruguay Teil des Abkommens.
Lula nutzte die Gelegenheit, um in seiner Eröffnungsrede erneut den Krieg Israels und der USA gegen den Iran zu kritisieren, sowie die steigenden Kriegsinvestitionen auf Kosten wachsender sozialer Ungleichheit anzuprangern. Im Gegensatz zu Merz, der bei seinem letzten Besuch in Brasilien abfällige Kommentare über den Austragungsort der COP, Belém, abgegeben hatte, schien Lula es nicht nötig zu haben, beleidigend zu werden.



